Ofen vorbereiten
Wie beim Räuchern ganzer Forellen gilt auch hier:
- Den Ofen zunächst auf über 100 °C aufheizen
- Dadurch werden mögliche Keime oder Rückstände beseitigt
Erst danach beginnt der eigentliche Räuchervorgang.
Temperatur einstellen und Rauch vorbereiten
Anschließend wird der Ofen auf:
- ca. 75 °C eingestellt
Parallel bereitest du den Raucherzeuger vor:
- U-Sparbrand (FTM) oder
- Heiß-/Kaltraucherzeuger (Kaiser)
Wichtig beim Stremellachs:
Die Filets benötigen weniger Rauch als ganze Fische.
- Sparbrand etwas sparsamer befüllen
- 4 Zündstellen setzen (für gleichmäßigen Rauch über kürzere Zeit)
Beim Räuchermehl kannst du jetzt auch variieren:
- klassisch: Buche
- für ein feineres Aroma: Kirsche oder Apfel
Gerade diese Fruchthölzer geben dem Stremellachs einen besonders milden, leicht süßlichen Geschmack.
Einsetzen der Filets
- Sparbrand in den Ofen stellen
- warten, bis er sauber und stabil raucht
- dann erst die Roste mit den Filets einschieben
So vermeidest du unerwünschte Rauchspitzen oder Fehlgeschmack am Anfang.
Räuchern und Garen
- Filets etwa 20 Minuten bei 75 °C garen
- danach die Heizung ausschalten
- den Ofen geschlossen lassen
Der Sparbrand läuft weiter und der Ofen kühlt langsam ab. In dieser Phase ziehen die Filets schonend durch und nehmen weiter Rauch an.
Fertigstellung
Nach etwa 2 Stunden Gesamtzeit sind die Filets fertig:
- saftig gegart
- gleichmäßig geräuchert
- mit feinem, ausgewogenem Aroma
Ein Öffnen oder Kontrollieren zwischendurch ist nicht nötig – das System funktioniert sehr zuverlässig.
Fazit
Beim Stremellachs kommt es auf das richtige Zusammenspiel an:
- moderate Hitze
- kontrollierte Rauchmenge
- schonendes Nachgaren
So entstehen Filets, die zart, saftig und aromatisch sind – ohne trocken zu werden oder zu viel Rauch anzunehmen.
Hier kommst du zurück zum Kapitel 3.3 Vorbereiten der Filets zum Heißräuchern – Stremellachs
Über den Autor
Michael Kahlstadt
Michael Kahlstadt angelt seit seiner frühesten Jugend. Nach einer längeren „Allroundkarriere“ spezialisierte er sich schnell auf das Raubfischangeln und die Fliegenfischerei. So war schnell abzusehen, dass er seine ersten Bücher über Barsche (Barsche angeln, Müller Rüschlikon Verlag) und Forellen (Forellen angeln, ebenda) schrieb.
Auch die Arbeit für die Zeitschriften „Der Raubfisch“ und „Fisch und Fang“ aus dem Paul Parey Verlag fallen in diese Zeit. Durch die erste Ausgabe seines Buches „Angeln am Forellensee“ wurde die Industrie auf ihn aufmerksam und er entwickelte seine eigene Produktlinie (Trout Project) für einen norddeutschen Großhändler.
Damit verbunden war der Wechsel zum Jahr Verlag, wo er seit ca. 20 Jahren in der AngelWoche die Kolumne „Fit für den Forellensee“ betreut. Aber auch im „Blinker“ und in der „Angelsee aktuell“ erscheinen regelmäßig Artikel von ihm.
Seit 2012 arbeitet Michael Kahlstadt als Entwickler und Repräsentant für die Firma „Fishing Tackle Max“ (FTM). Er hält Vorträge auf Angelmessen und betreibt den sehr erfolgreichen YouTube Kanal „MikesBigTrouts“.